Reinigung – Hygiene – Desinfektion

Je nach Bundesland und Betreuungsform werden an das Hygienemanagement bzw. an die Kindertagespflegepersonen unterschiedliche Anforderungen gestellt. Eine Große Kindertagespflege (9 und mehr Kinder werden betreut) ist auf Grund der Vorgaben im Infektionsschutzgesetz (IFSG) einer Einrichtung – also einer KITA mit U3-Kindern – gleichgestellt.

Laut IFSG Paragraph 36 müssen Maßnahmen zur Infektionsprävention vorgehalten werden. Welche Maßnahmen das sind, wird in diesem Seminar erläutert. Ob nun gesetzlich verpflichtet oder nicht, haben verantwortungsbewusste Kindertagespflegepersonen großes Interesse daran, ein sicheres, auf die einrichtungsspezifischen Verhältnisse zugeschnittenes Hygienemanagement zu gewährleisten. Was gehört aus fachlicher Sicht dazu? Welche Risikostellen brauchen besondere Beachtung? Durch das Seminar besteht die Möglichkeit, die eigenen Routinen zu überprüfen und ggf. auf den aktuellen Stand zu bringen.

4 UE

Allergien und Unverträglichkeiten

In der öffentlichen Wahrnehmung sind Allergien und Unverträglichkeiten auf dem Vormarsch. Aber ist das wirklich so? Welche anderen Faktoren sind bei der Reaktion auf Speisen möglich? Was ist bei der Speisenversorgung zu beachten, so dass ein sicherer Alltag auch mit empfindlichen Kindern möglich ist?

Wir zeigen in diesem Seminar auf, welche Risikopunkte im Auge behalten werden müssen, und richten ein spezielles Augenmerk auf die gesetzlichen Vorgaben zur Kennzeichnung von Speiseplänen.

3 UE oder nach Absprache

Von der richtigen ‚Bord-Apotheke‘ und den wichtigsten Kinderkrankheiten allgemein

In diesem Seminar sprechen wir über Krankheit bei Kindern im Allgemeinen. Auch Nicht-Mediziner sollten sich mit den Grundlagen auskennen, weil Erkrankungen jederzeit sehr plötzlich auftreten können!

Gelegentlich brauchen Kinder regelmäßig Medikamente, die sicher gelagert und richtig verabreicht werden müssen. Dies betrifft besonders die heilpädagogischen Einrichtungen und natürlich auch die Kindertagesstätten mit z.B. Asthma -, Diabetiker- und Nussallergiekindern.

Für unvorhergesehene Fälle und Unfälle ist ein korrekt ausgestatteter Verbandskasten nach DIN-Norm vorgeschrieben. In diesem Zusammenhang sprechen wir auch über das notwendige Verbandsbuch und darüber, wie Sie sich rechtlich absichern können, indem Sie jeden Verwendungseinsatz rechtssicher dokumentieren.

Weitere Themen sind typische Erkrankungen bei Kindern und natürlich der Eigenschutz, damit Sie bei ihrer Arbeit nicht beeinträchtigt werden. Zusätzlich informieren wir Sie gern über wirkungsvolle Hausmittel zum raschen Eingreifen – schon ein wunder Po kann ein echter Notfall sein! – und sprechen über den Einsatz von Naturheilmitteln. Selbstverständlich können Sie auch Ihre individuellen Fragen zu Bereichen stellen, die nicht in den Stichwort-Inhalten aufgeführt sind!

3 UE bzw. nach Absprache

Was tun bei Krampfanfällen?

Bei Säuglingen und Kleinkindern kann es immer wieder zu Fieberkrämpfen kommen, so dass Tagespflegepersonen und KITA-Mitarbeitende darauf vorbereitet sein sollten. So ein Anfall wird dadurch ausgelöst, dass das Fieber sehr schnell ansteigt; es muss nicht zwingend zu Zuckungen kommen, aber sehr oft gehören sie zu den Symptomen.

Affektkrämpfe verlaufen ähnlich, werden aber nicht durch Fieber ausgelöst, sondern wenn sich das Kind bei einem Wutanfall so aufregt, dass es kurzfristig nicht mehr richtig atmen kann.

Kinder mit Diabetes mellitus brauchen Beobachtung; in Extremfällen sollte man schnell und angemessen reagieren können.

Epileptische Anfälle manifestieren sich eher bei älteren Kinder und betreffen damit hauptsächlich den OGS-Bereich. In allen Fällen sollten die Mitarbeitenden darauf vorbereitet sein, weil der Verlauf eines dieser Anfälle sehr erschreckend sein kann und besonnenes Handeln erfordert.

ab 2 UE nach Bedarf

Was tun bei Infektionskrankheiten?

Aufgrund der durch Corona ausgelösten Isolation kommt es vermehrt vor, dass das kindliche Immunsystem bestimmte ‚gängige‘ Krankheitserreger nicht frühzeitig kennenlernt. Damit erhöht sich das Aufkommen von Infektionen in der Tagesbetreuung: vom grippalen Infekt über die Hand-Fuß-Mund-Krankheit bis zu Entzündungen von Augen, Mittelohr oder Mandeln verbreiten sich Erreger von Kind zu Kind. Völlig vermeiden lässt sich das nicht, aber es ist wichtig zu wissen, wie man darauf reagieren sollte.

Von der Erkennung der Symptome über die angemessene Behandlung des erkrankten Kindes bis zu den richtigen Hygienemaßnahmen zur Eindämmung der Ansteckung behandeln wir alle Aspekte und beantworten Ihre Fragen so ausführlich wie möglich, damit Sie auf jeden Fall gut vorbereitet sind.

ab 2 UE nach Bedarf

Was tun bei Erbrechen und Durchfall?

Die Diagnose ist nicht schwer: Wenn ein Kind sich mehrfach heftig übergibt und / oder es zu wiederholten dünnflüssigen Stuhlgängen kommt, weiß jeder Bescheid. Aber was ist jetzt zu tun, um einerseits dem Kind zu helfen und andererseits möglichst die Infektion anderer Personen zu vermeiden?

In der Tagespflege und bei den U3-Gruppen in der KITA wird hier das Thema ‚Hygiene am Wickelplatz‘ wichtig. Aber auch in Grundschule und OGS-Betreuung stellt sich die Frage nach der Vermeidung von Infektionen: Wie reinige ich Flächen mit Erbrochenem? Ist Lüften hilfreich?

Außerdem sprechen wir über die Gabe von Medikamenten (und was man macht, wenn das Kind sie verweigert oder wieder erbricht) sowie die Frage, ab wann es nötig ist, die Klinik aufzusuchen.

ab 2 UE nach Bedarf

Erste Hilfe – Kurs mit Zertifikat

Kinder sind keine Erwachsenen im Mini-Format. Das muss auch bei den Maßnahmen berücksichtigt werden, die bei unterschiedlichen Notfällen erforderlich sind. Unsere Schulung entspricht in dieser Hinsicht den gesetzlichen Vorgaben (gemäß § 26 DGUV–Vorschrift) für Erste-Hilfe-Kurse für Säuglinge, Kleinkinder und Kinder. Aber neben der Vermittlung der Vorschriften ist uns immer wichtig, dass Sie Hilfestellungen und wertvolle Tipps bekommen, um im Notfall eingreifen und bewusst das Richtige tun zu können.

Sie lernen nicht nur anhand praktischer Übungen, was bei diversen Unfällen, Fieberkrämpfen oder Verschlucken zu tun ist, sondern erhalten auch detailliertes Hintergrundwissen über Zusammenhänge und medizinische Hintergründe, so dass Sie kritische Situationen besser einschätzen können und sich auf jede Notlage gut vorbereitet wissen – auch wenn zu hoffen ist, dass sie niemals eintritt. Deshalb sprechen wir natürlich ebenfalls über die optimalen Maßnahmen zur Unfallverhütuung. Selbstverständlichlich können Sie zusätzlich zu den vorgeschriebenen Kursinhalten auch Ihre individuellen Fragen stellen.

9 UE

Corona und die richtige Handhygiene

Corona hat den Blick auf die Hygiene in den Gemeinschaftseinrichtungen geändert. Die Vermeidung von Erregern auf Kontaktflächen und Händehygiene stehen dabei im Vordergrund.

Alle Verantwortlichen sind bemüht ihrer Verantwortung gerecht zu werden und das Richtige zu tun. Damit stellen sich Fragen wie:

  • Was muss in einer Einrichtung nach den jeweiligen kommunalen Verordnung umgesetzt werden?
  • Was sollte darüber hinaus beachtet werden?
  • Was sind typische Infektionswege?
  • Welche Maßnahmen sind notwendig, um für Kinder wie Mitarbeitende ein gesundheitsförderliches Arbeiten und Aufwachsen sicherzustellen?

2 UE

Parasitäre Ereignisse

Parasitäre Ereignisse nehmen in den letzten  Jahren kontinuierlich zu: Läuse, Zecken, Würmer, Krätze oder die Hand-Fuß-Mund-Krankheit tauchen immer wieder auf. Das hängt vor allem mit den längeren Aufenthaltszeiten in den Gemeinschaftseinrichtungen zusammen. Die lange vorherrschende Meinung, es sei alles nur eine Frage der guten Hygiene, ist bei heutigem Wissensstand nicht mehr zu halten. Dass Parasiten nicht völlig auszuschließen sind, muss man leider akzeptieren, was aber den Schutz aller Personen in der Einrichtung umso dringender macht.

Auch wenn der Gedanke bei vielen Menschen Schrecken oder Ekel auslöst, sind Parasiten selten bedrohlich. Trotzdem ist es aber erforderlich, zeitnah einzugreifen. Was ist dann sinnvoll?

Um die jeweiligen Erkrankungen besser zu erkennen, werden die unterschiedlichen  Symptombilder anschaulich erläutert. Außerdem werden folgende Fragen beantwortet:

  • Welche Maßnahmen müssen zur Unterbrechung der Infektionsketten getroffen werden?
  • Welche Risikostellen brauchen besondere Aufmerksamkeit?
  • Welche gesetzlichen Meldepflichten gelten?

3 UE

Hygiene am Wickelplatz – Update

Der geteilte Wickelplatz (an dem mehrere Kinder gewickelt werden) wird von den Gesundheitsämtern als „hygiene-kritisch“ eingestuft und unterliegt einer Reihe von gesetzlichen Vorgaben (z.B. Rahmenhygieneplan NRW / IFSG §§ 33 ff / BioStoffVO §§ 16 / DGUV 102-106). Die Vermeidung von Übertragungen durch Kontaktinfektionen (Schmierinfektionen bei Gegenständen und Mensch zu Mensch) steht hier im Vordergrund. In diesem Online-Kompakt-Seminar sollen alle Aspekte (rechtlich, hygienisch) angesprochen werden, die zu einen sicheren Hygienestandard und somit zur Gesunderhaltung aller beitragen.

2 UE